Integrative Meditation.

Meditation ist eine Praxis deren Ursprünge bis zu den indischen Veden (4500 v. Chr.) zurückverfolgt werden kann. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen nach einem inneren Ruhepol oder einer neuen Orientierung suchen, bekommt Meditation eine ganz neue Aktualität.

 

In der integrativen Meditation werden verschiedene Wege dargelegt, diese Kraft zu entwickeln und gleichzeitig für den Alltag nutzbar zu machen. Das Ziel besteht also letztlich darin, auch das alltägliche Erleben, bis hin zur Kommunikation, als eine Form der Meditation erfahrbar zu machen. Dabei werden unterschiedliche Ansätze so miteinander verbunden, dass eine vertiefte Teilhabe am und mit dem Leben gefördert wird.

Dieses Verständnis von Meditation ist also deshalb als integrativ zu verstehen, weil die entsprechenden Meditationsformen auf die verschiedensten Bereiche unseres Lebens angewandt werden können.

 

Die Vorgehensweise gründet dabei in den Meditationsansätzen der Yoga Sutren n. Patanjali (2. – 4Jh. v. Chr.), die mit den aktuellen Erkenntnissen der selbstorganisatorischen Hypnose verbunden werden. Die Yoga Sutren befassen sich nicht mit anspruchsvollen Körper - positionen (Asanas), sondern beschäftigen sich mit der Funktionsweise unseres Bewusstseins. Sie sind weltanschaulich neutral, und somit auch an keine Religion gebunden. Deswegen können auch heute die Yoga Sutren eine Grundlage für die Erarbeitung einer individuellen Meditationspraxis sein, einer Praxis, die einen ganz konkreten Beitrag für Ihre Lebensqualität bedeuten kann. Gleichzeitig können die modernen Erkenntnisse der Hypnoseforschung ein wichtiges Verständnismodell anbieten, damit die Essenz der Meditation lebendig werden kann.

 

Auf diese Art und Weise wird Meditation zu einer tiefen Verbundenheit mit dem eigenen Wahrnehmen und Handeln. Diese Form der Selbstbewusstheit kann in Momenten des Innehaltens, wie aber auch in jeder Alltagsaktivität gelebt werden. Die einzige Vorbedingung für diese Meditation ist die konkrete Bereitschaft, sich mit allen Sinnen auf eine neue innere Dynamik einzulassen.

Die integrative Meditation ist ein spezielles Angebot der beratenden Lebensbegleitung und kann in der Gruppe wie auch im Rahmen der Einzelberatung erlernt und praktiziert werden.

Bezüglich der aktuellen Termine können sie mich jederzeit kontaktieren.

Persönliches zum Thema Meditation

 

Schon sehr früh beschäftigten mich die grundlegenden Fragen unserer Existenz. Dies führte mich schließlich dazu, dass ich von 1994 – 2000 Schüler von Zen – Meister Ludger Tenbreul wurde, und parallel dazu erste Experimente mit Yoga anstellte.

Der Zen wurde für mich zu einer sehr guten Basis um eine meditative Grundhaltung zu erarbeiten, jedoch verblieben in der Strenge der Abläufe viele Unklarheiten.

Im Zeitraum von 2000 bis 2006 war die nächste Station der Einzelunterricht im Hatha – Yoga, und das Studium der Yoga – Sutren nach Patanjali bei Konstantin Engelhardt (BDY), Schüler von Sri T.K.Sribhashyam. In dieser Zeit fand ich langsam einen umfassenden Zugang zur Meditation auf allen Ebenen, und erlernte die Grundlagen des Sanskrit und der

Yoga – Philosophie.

 

Gleichzeitig absolvierte ich in dieser Zeit (2003) eine Ausbildung zum Entspannungspädagogen (n. BTB) mit dem Schwerpunkt Autogenes Training und Yoga bei Dipl. Psychologe und Yoga - Lehrer Ansgar Sievering - Glatz (BDY).

Die in dieser Ausbildung erlernten Möglichkeiten erlaubten es mir verschiedene Ansätze des Yoga auch in meiner klinischen Arbeit als Logopäde umzusetzen. Meine ganz persönlichen Suchprozesse wandten sich  jedoch einer körperlich sehr fordernden Form des Yoga zu, und so nahm ich von 2005 bis 2011 regelmäßigen Einzelunterricht  im Ashtanga Yoga bei Harry Schlosser, ehemaliger Schüler von Pattabhi Jois.

Die Möglichkeiten entwickelten sich, aber: die Fragen blieben. Also besuchte ich ab 2012 die Yogaschule von Padmakar Mirajkar, und erlernte dort ein Jahr lang die Grundlagen des integralen Yoga nach Sri Aurobindo.

Das Verständnis für Yoga bekam somit deutlich mehr Tiefe, aber es wurde vor allem durch die Arbeit mit der selbstorganisatorischen Hypnose immer klarer, dass es immer nur einen individuellen Weg gibt. Dieser Weg kann nicht durch irgendeine Methode vorgezeichnet sein, sondern lebt alleine durch die Tatsache seiner Beschreitung.

Dementsprechend praktiziere ich seit mehreren Jahren eine Synthese aus Yoga und selbstorganisatorischer Hypnose. Dies kann als ein Weg verstanden werden, der sich lebendig aus sich selbst heraus entwickelt, und den ich auch konstant in meiner hypnotherapeutischen Arbeit anwende.

Die Art und Weise in der ich diese Praxis lebe, nährt sich aus der tiefen Überzeugung, dass nur ein individuell authentischer, ja selbstorganisatorischer Weg für die Entwicklung wirklichen Mensch - Seins relevant sein kann. Jegliche Form von persönlicher oder methodischer Abhängigkeit kann keine Freiheit sein. Dementsprechend setzt Freiheit voraus, den Umgang mit Freiheit zu erlernen und zu praktizieren.

Deshalb ist auch die integrative Meditation keine Methode im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein Bezugsrahmen, innerhalb dessen jeder die Möglichkeit hat, seinen ganz individuellen Weg zur Meditation zu finden.